Kamerascheu? 4 Möglichkeiten Videos zu produzieren ohne selber darin vorzukommen!

Mal ehrlich, nicht jeder fühlt sich wohl, wenn er vor einer Kamera steht. Was es für Möglichkeiten gibt coole und für die Zielgruppe wertvolle Videos zu drehen, wenn man nicht selbst vor der Linse stehen möchte, dazu hier eine kleine Übersicht.

Videos sind das ausdrucksstärkste und emotionalste Medium auf Sozialen Netzwerken und sprechen die meisten Menschen mehr an als reine Bild- oder Text-Posts. Doch Videos zu produzieren erscheint vielen auf den ersten Blick als eine Herkulesaufgabe. Grundsätzlich braucht es bei den meisten – es sei denn man ist eine geborene Rampensau – etwas Überwindung, um vor eine Linse zu treten. Wichtig ist mir zu betonen, dass man keine Oscar-reife Performance hinlegen muss. Im Gegenteil: sei autenthisch, sei natürlich, sei entspannt. Das Schauspielern sollte man Herrn Di Caprio oder Frau Cameron Diaz überlassen – alles was aufgesetzt oder künstlich wirkt, kommt auf Social Media nicht gut rüber. Ansonsten gilt wie bei allem: Nur Mut und Übung macht den Meister.

Nun gibt es wie gesagt Leute, die sich nie mit einer Kamera anfreunden werden oder solche, die vor der Kamera einfach viel zu steif und verkrampft wirken. Da stellt sich dann die Frage, ob es nicht kontraproduktiv ist, wenn man vor der Kamera schlecht rüberkommt.

Was kann man also tun, wenn man selbst nicht vor die Kamera will? Da gibt es haufenweise Optionen. 4 davon möchte ich hier näher erläutern.

​Filme jemand anderes

Es mag etwas plump anmuten, doch die naheliegendste Möglichkeit: such dir eine oder mehrere Personen aus deinem Team aus, welche gerne vor der Kamera stehen. Nun können sie, vielleicht auch entsprechend ihrer Funktion im Unternehmen, gewisse Parts übernehmen. Ein Beispiel: der kamerascheue Bäckermeister könnte seine Verkäuferin von der Theke vor die Kamera stellen, wenn es darum geht das Sortiment zu erklären. Ein toller Nebeneffekt: wenn ein Mitarbeiter gerne vor der Kamera steht und das Unternehmen so gegen aussen repräsentieren darf, dann stärkt dies sein Selbstwertgefühl und das Zugehörigkeitsgefühl zum Unternehmen.

Eine weitere Option: man stellt niemanden aus den eigenen Reihen vor die Kamera, sondern lässt die Kunden über einen sprechen. Das nennt sich Testimonial. Bei einem solchen erklärt der Kunde warum er dieses oder jenes Angebot schätzt, weshalb er gerne dein Unternehmen berücksichtigt, wie ihm geholfen wurde sein Problem zu lösen etc. Wichtig zu wissen an dieser Stelle: Eigenlob stinkt. Es ist immer besser und glaubwürdiger, wenn Drittpersonen ein Lob aussprechen, als wenn man sich selbst mit Lorbeeren schmückt.

​B-Rolls und Voice-Over

Wer eher audioaffin ist, der kann einem Video auch nur seine Stimme leihen. Dies in Form eines „Voice Over“. Hierbei ist man selbst im Video nicht zu sehen oder kommt nur am Rande vor. Aber: man ist zu hören. Man legt quasi seine Tonspur über das Video. Natürlich ist es hier umso wichtiger, dass das Gesprochene zu den bewegten Bildern passt.

Um dies sicherzustellen, gibt es 2 Herangehensweisen:

1. Ausgangspunkt ist das Video. Man dreht das Video, schneidet es so zurecht, wie es für einen stimmt und verfasst dann den dazu passenden Text. Nun kann man den Text einsprechen und die Tonspur über das Video legen. Hier sehe ich ein gewisses Risiko, dass man ins Blaue filmt, dass man filmt, ohne einen Leitfaden zu haben. Es kann dann sein, dass die gedrehten Bilder nicht wirklich zum erst später dazukommenden Text passen. Diese Variante eignet sich dann, wenn man das Video samt Text schon mehr oder weniger im Kopf hat.

2. Ich würde eher Variante 2 empfehlen. Hierbei ist nicht das Video, sondern der Text der Ausgangspunkt. Man macht sich Gedanken, was für eine Botschaft man mit dem Video übermitteln will. Danach verfasst man ein Script. Während des Verfassens macht man sich bereits Gedanken, was für Aufnahmen zu dem Text passen würden, welche Bilder die Botschaft untermalen und betonen können. So schlüpft man quasi in die Rolle eines Drehbuchautors und Regisseurs und hat beim Filmen schon eine konkrete Vorstellung, wie das Video am Ende werden soll. Erst filmen, dann Text einsprechen, dann die Tonspur über das Video legen. Voila.

Bei Videos mit Voice Over gibt es verschiedene Möglichkeiten vom Aufbau, vom Format und vom Inhalt her. Häufig wird hier auch mit sogenannten B-Rolls gearbeitet, um das Video zu füllen. B-Rolls sind ergänzende Filmaufnahmen, welche mit den Hauptaufnahmen zusammengeschnitten werden.
Ein Beispiel: Ein Bäcker könnte ein Video drehen, in welchem zu sehen ist, wie er das Brot bäckt. Davor, dazwischen oder danach könnte man B-Rolls vom Laden, von der Brottheke oder der Backstube einstreuen. Dann kommt Voice Over drüber. Der Bäckermeister erklärt was alles im Video zu sehen ist und ordnet das Ganze textlich und inhaltlich ein. Der kamerascheue Bäckermeister ist also sowohl zu hören als auch im Video zu sehen, aber er muss nicht aktiv performen und läuft somit nicht Gefahr, dass er sich vor lauter Nervosität oder Unwohlsein verspricht oder steif wirkt. Er kann ziemlich locker seinem – im wahrsten Sinne des Wortes – täglich Brot nachgehen und wird dabei gefilmt. Da er den Text dann in aller Ruhe und Anonymität aufnehmen kann, wird er vom Lampenfieber befreit.

Natürlich kann man auch ein Video drehen und dann mit Voice Over versehen, in welchem gar keine Menschen zu sehen sind – allerdings ist es schon so, dass Menschen nun mal Emotionen wecken und Vertrauen schaffen. Von solchen Emotionen lebt Social Media.

Wer also selbst nicht vor der Kamera performen möchte und sich auch nicht bei irgendeiner Tätigkeit aus der dritten Perspektive filmen lassen möchte, dem bieten sich noch andere Möglichkeiten, dafür zu sorgen, dass es im Video „menschelt“...

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​Interview

Eine weitere Form, wie man Videos drehen kann ohne dabei selbst in die Hauptrolle spielen zu müssen: Interviews.
Klar, es ist richtig cool, wenn der Chef selbst sich interviewen lässt. Wenn er aber nicht gerne im Fokus ist, dann kann er auch die Position des Fragestellers einnehmen. Er kann dann Kunden interviewen oder auch Mitarbeiter.
Ebenfalls denkbar: eine Diskussion filmen. Hier ist man zwar auch im Video zu sehen, aber wenn man in ein Gespräch involviert ist und dies natürlich von statten geht, also nicht gescriptet ist, dann merkt man in der Regel gar nicht, dass man dabei gefilmt wird und entspannt sich dementsprechend.

​Nicht auf zu vielen Hochzeiten tanzen..

Bei der vierten Variante handelt es sich zugegeben nicht um ein Video im eigentlichen Sinne. Ein Podcast ist dennoch ein geniales Mittel, um Content zu erzeugen, der „menschelt“ und Emotionen weckt. Man kann die Audiospur eines Podcasts gemeinsam mit einem Bild hochladen. Und wer sich dann nach etwas mehr Routine doch traut, der kann den Podcast auch abfilmen lassen. Man wird dann quasi als Drittperson seitlich gefilmt, steht also nicht komplett im Fokus. Durch das Gespräch mit dem Gegenüber entspannt man sich eher und bemerkt im günstigsten Fall die Kamera gar nicht mehr.

Fazit: Auch, wenn es für manche eine Horror-Vorstellung ist vor eine Kamera zu stehen, es gibt mehr als genug Optionen, wie man dies umgehen kann und dennoch coole und für die Zielgruppe wertvolle Videos produzieren kann.

Am Ende ist vor allem eines entscheidend, wenn es um Videos geht: der Inhalt!

Viel Spass beim Ausprobieren!

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