Recruiting mit Social Media für regoniale KMU – So kommen Unternehmen an Fachkräfte!

„Um gut ausgebildete Fachkräfte rekrutieren zu können, sollten sich Unternehmen und KMU Social Media zunutze machen“, ist Patrick überzeugt. Warum das seiner Meinung nach so ist und was Firmen beim Recruiting via Social Media beachten sollten, das erzählt er im Interview...

​Im Zusammenhang mit Recruiting und Social Media hört man immer wieder den Begriff „Employer Branding“. Was ist damit gemeint?

Patrick: Ich verstehe darunter die Präsentation eines Unternehmens gegen Aussen, um potenzielle neue Mitarbeiter anzuwerben. Es geht darum einen attraktiven Arbeitsplatz, ein attraktives Umfeld zu schaffen und dies neuen potenziellen Mitarbeitern darzustellen. Im Grunde ein Arbeitgeber-Branding. Das verstehe ich unter dem Begriff.

​Kennst Du ein Beispiel für ein Unternehmen, welches dieses Employer Brandning gut beherrscht, respektive ein tolles Image bei Arbeitnehmern hat?

Patrick: Ich weiss nicht im Detail wie stark einzelne Firmen Employer Branding betreiben, aber ein gutes Beispiel für eine Unternehmung, die allgemein tolles Branding betreibt, ist LEGO. Ein Bekannter von mir arbeitet dort. Ein anderer bei Apple. Ich war auch mal Gast bei Google. Die suggerieren einem schon einen coolen Arbeitsplatz. Ob es dann im Alltag immer so cool ist, das ist eine andere Frage.

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​Wie kann ein Unternehmen deiner Meinung nach Social Media fürs Recruiting nutzen?

Patrick: Ein grosses Thema bei vielen Firmen ist die Besetzung von Lehrstellen. Dort hapert es bei vielen. Ich denke ein Problem ist ein vielfach fehlendes Verständnis für die junge Generation, die Generation Z. Eine wichtige Frage ist: wo halten sich die Jungen auf? TikTok, Instagram, YouTube – auf diesen Plattformen tummelt sich die Generation Z. Will man sie erreichen, sollte man sich mit diesen Plattformen auseinandersetzen.
Was die Inhalte betrifft, so würde ich hier keinen grossen Unterschied machen zu anderen Zielgruppen. Grundsätzlich, das predige ich immer wieder, gilt für mich auf Social Media der Massstab, dass Inhalte konsumierbar sein sollten. Rund um das jeweilige Thema. In diesem Falle geht es um das Thema Job. Was beinhaltet dieser? Warum ist er cool? Evtl. Interviews mit Mitarbeitern, die erklären was den Job ausmacht oder weshalb sie gerne im Unternehmen tätig sind. Sie können auch das Unternehmen, die Werte vorstellen.
In grösseren Unternehmen würde ich sogar empfehlen die Pflege der Social Media Accounts direkt den Lehrlingen zu überlassen. Natürlich mit gewissen Richtlinien. Aber im Grunde würde ich ihnen viel Freiheit lassen, denn sie wissen am besten wie ihre Altersgenossen ticken.
Die entsprechenden Inhalte sollte man dann in der jeweiligen Zielgruppe bewerben.

Viele Firmen nutzen Job-Portale. Wo siehst du den Vorteil von Social Media gegenüber Jobportal?

Patrick: Ich würde beides empfehlen. Beides hat Vor- und Nachteile. Der grosse Unterschied ist der: auf ein Jobportal geht, wer bereits einen Job aktiv sucht. Man weiss aber, dass rund 30% der Arbeitnehmer in der bereit wären für einen besseren Job Ihre Stelle zu wechseln. Besserer Job heisst in diesem Zusammenhang nicht nur besserer Lohn. Es geht auch um das Arbeitsklima, die Atmosphäre, flexible Arbeitszeiten, die Aufgaben etc. Also andere Benefits als der Lohn. Der Vorteil von Social Media hier: ich kann die Leute, die bereits einen Job haben, angehen und abwerben. Gerade im Bereich Fachkräfte ist Social Media deshalb ein probates Mittel. Ein weiterer Vorteil ist, dass man auch sehr personenbezogen Inhalte ausspielen kann, etwa auf LinkedIn. Man kann zum Beispiel nur Ingenieure targetiern.

​Zum Schluss eine Frage aus Arbeitnehmerperspektive: Die Möglichkeiten sich zu bewerben werden immer diverser. Hast Du einen Input für Arbeitnehmer wie man sich heutzutage bewerben oder auf einen Arbeitgeber zugehen kann?

Patrick: Es funktioniert nicht bei allen Branchen genau gleich gut. Aber grundsätzlich ist es immer von Vorteil einen Bezug herzustellen. Wenn Du als Arbeitnehmer einen Traumjob hast oder eine Traumfirma, in der du gerne arbeiten möchtest, dann würde ich einen LinkedIn Kanal eröffnen und mich dort mit mit Leuten aus der Branche, mit Entscheidungsträgern vernetzen. Dann diesen Leuten direkt Inhalte zukommen lassen oder einfach im Feed posten. Die Wahrscheinlichkeit, dass es dann eine solche Person sieht, steigt dann. Viele suchen auch Mitarbeiter, die Ideen haben, die vorausdenken. Wenn ich meine Denkweise gegen aussen tragen kann, dann schaffe ich Bezug zu meiner Person, meinen Skills, meiner Art zu handeln und zu denken. Andere sehen das und nehmen das wahr. Wenn ich mich dann bewerbe oder anrufe, dann hat man schon einen Bezug zu meiner Person. Zumindest mehr als bei einer Blindbewerbung.
Unabhängig von Social Media würde ich empfehlen, sich Gedanken über das Unternehmen zu machen, in dem man arbeiten möchte, um sich dann zu fragen: was für einen Mehrwert kann ich dem Unternehmen bringen?
Sehr cool sind auch Video-Bewerbungen. Da kann man sich, im wahrsten Sinne des Wortes, ein Bild von der Person und deren Charisma machen.
Grundsätzlich geht es immer darum einen Bezug herzustellen, dann erhöht sich die Chance eingeladen zu werden.

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