Wenn ich nur eine einzige Social Media Plattform wählen dürfte, dann…

Eine der häufigsten Fragen, welche mir die unterschiedlichsten Unternehmer in Gesprächen immer wieder stellen, ist diese: „Mit welcher Plattform soll ich starten?“...

Oft sprechen mich diese Unternehmer auch darauf an, dass ich selbst ja so viele Plattformen bedienen würde, und, dass sie selbst einen solchen Aufwand scheuen würden. Verständlich. Natürlich bediene ich mich gewisser Taktiken, um möglichst viele wertvolle Inhalte für die diversen Plattformen in nützlicher Frist produzieren zu können – etwa einer Content-Recycling-StrategieDoch auch ich habe erst einmal mit einer Plattform begonnen – mit Facebook. Müsste ich mich heute jedoch für eine einzige Plattform entscheiden, dann würde meine Wahl nicht auf Herrn Zuckerbergs Netzwerk fallen.

​Privat- oder Businesskunden?

Eigentlich gibt es mehr als eine Antwort auf die Frage. Es kommt nämlich erst mal darauf an, wer meine Kunden sind. Verkaufe ich an Private oder habe ich Businesskunden? B2C oder B2B? Ebenfalls wichtig: ich muss mir Gedanken darüber machen wie ich kommunizieren möchte, bzw. welches Kommunikationsmittel optimal für meinen Brand ist. Und wer soll kommunizieren? Bin ich das, etwa, wenn ich einen Personal-Brand habe, oder soll jemand aus meinem Team kommunizieren, oder gibt es mehrere Leute, die ich einsetzen kann?

​Das emotionale Potenzial von...

Persönlich bin ich ein grosser Fan von YouTube. Die Videoplattform ist nebst Facebook die grösste Social Plattform weltweit und verfügt dementsprechend über eine immense Reichweite. Der eine mag Facebook, die andere lieber Snapchat oder Instagram – auf YouTube sind sie alle! Kommt hinzu, dass diese Reichweite extrem günstig ist, wenn es darum geht Werbung, respektive Paid Content, zu schalten. Bei einer Pre-Roll-Anzeige (die Anzeigen, welche vor einem Video erscheinen und nach 5 Sekunden übersprungen werden können) zahlt man pro Video-Aufruf lediglich 1- 5 Cent!
Nebst der enorm günstigen Reichweite gibt es noch einen weiteren Faktor, den ich an YouTube schätze: das Medium Video. Während auf anderen Plattformen auch Bild- oder Text-Posts möglich sind, zwingt mich YouTube dazu, Videos zu machen. Ist man kamerascheu oder nicht sehr videoaffin, dann wird es logischerweise schwierig. Ich selbst aber schätze das Medium Video sehr. Warum? Weil man mit keinem anderen Medium eine ähnlich starke emotionale Bindung (zur Community) erzeugen kann. Videos sind „anfassbarer“ als Texte oder reine Podcasts. Sie geben einem die Möglichkeit Gesicht zu zeigen, authentisch zu sein, Emotionen zu zeigen.
Video ist aber nicht gleich Video. Diverse Stilmittel (Vlog, Monolog, Podcast usw.) können für Abwechslung sorgen.
Wenn ich ein B2C Unternehmen hätte und mich für eine einzige Plattform entscheiden müsste, dann würde ich mich vornehmlich aus 2 Gründen für YouTube entscheiden: wegen der günstigen Reichweite und wegen des emotionalen Potenzials des Mediums Video.

" Möchtest du mit mir über Deine Social-Media-Strategie sprechen? "

Dann vereinbare jetzt Dein kostenloses Strategie-Gespräch und ich verrate dir welche Online- und Socialmedia-Massnahmen ich an Deiner Stelle ergreifen würde, um Deine Business-Ziele zu erreichen.

​Das richtige Umfeld...

Als B2B Unternehmer, etwa im Bereich IT oder Buchhaltung, würde ich mich für die Business-Plattform LinkedIn entscheiden und mir dort ein Privat-Profil anlegen. Ein Grund, der für LinkedIn spricht, ist, dass man auf der Plattform derzeit noch von einer hohen organischen Reichweite profitieren kann. Dies weil auf LinkedIn, anders als bei Facebook, momentan weniger gepostet wird, als konsumiert. Somit hat man als aktiver User quasi mehr Platz in der Wall, als dies bei anderen Netzwerken der Fall ist. Organische Posts sind solche, die nicht beworben werden. Selbstverständlich bietet sich auch auf LinkedIn die Möglichkeit Reichweite zu kaufen. Allerdings sind die Werbepreise extrem hoch. Während man auf Twitter beispielsweise 4 bis 7 Franken pro 1000er-Kontakt zahlt, berappt man auf LinkedIn dafür stolze 30 bis 90 Franken. Obschon es gewisse Möglichkeiten gibt, diesen Preis etwas zu drücken, bleibt Werbung auf LinkedIn unter dem Strich teuer.
Dennoch würde ich für die Business-Plattform plädieren. Zum einen aufgrund der organischen Reichweite, zum zweiten wegen der emotionalen Haltung auf der Plattform. Das Umfeld auf LinkedIn ist ideal für B2B, da die Plattform extrem business-lastig ist. User, welche die Plattform nutzen, tun dies bewusst aus geschäftlichen Gründen, während Privates und Unterhaltung auf anderen Plattformen eine höhere Bedeutung zukommt.

​Nicht auf zu vielen Hochzeiten tanzen..

Fazit: Müsste ich mich also dazu durchringen nur eine einzige Social Media Plattform zu bedienen, so würde ich mich im B2C Bereich klar für YouTube, im B2B für LinkedIn entscheiden – egal in welcher Branche ich tätig wäre. Generell bin ich der Meinung, dass man zumindest zu Beginn nicht auf allen Hochzeiten tanzen sollte. Es ist meiner Ansicht nach besser, sich erst einmal intensiv mit einer Plattform auseinanderzusetzen. Danach kann man seine Content-Strategie dann immer noch auf andere Plattformen adaptieren.

Targeting – Wie Du deine Zielgruppe via Social Media erreichst

TikTok für Unternehmen: Marketingpotenzial und Content Möglichkeiten

Social Media Marketing für regionale KMUs